Prag-Austausch

Berlin in Prag (Februar 2026)

Auch in diesem Jahr fand der Schüleraustausch mit unserer tschechischen Partnerschule, dem Klasické gymnázium Modřany in Prag, mit Schüler:innen des 9. und 10. Jahrgangs statt. Der Austausch ist Teil des Erasmus+ Programms und ein wichtiger Beitrag zu unserem UNESCO-Profil. Bereits im November waren die Schüler:innen von unserer Prager Partnerschule in Berlin zu Besuch. Nun erfolgte vom 09.-13.02.2026 der Gegenbesuch von den deutschen Schüler:innen in Prag und ein herzliches Wiedersehen zwischen den deutschen und tschechischen Schüler:innen. Von ihren Erlebnissen in dieser Woche berichten die Schüler:innen selbst: 

Montag (Elena, Sophie, Marta 9b): 

Nach unserer 4-stündigen Zugfahrt und einem kleinen Stopp in unserem Hotel machten wir uns auf den Weg zum Franz-Kafka-Museum. Dort wurden wir von einer tschechischen Lehrerin durch das große Museum geführt und bekamen einen Eindruck von dem Leben und den Werken des berühmten Schriftstellers. Besonders beeindruckend war ein schwarzer Durchgang im Museum, in dem Aktenschränke mit den Namen der Figuren seiner Geschichten den ganzen Gang einnahmen. Anschließend teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und erkundeten Prag mit einer Ralley-App namens Action-Bound, die uns den Weg zeigte. Auf dieser Ralley mussten wir Fragen oder Aufgaben zu Franz Kafka beantworten und erfüllen. Danach hatten wir eine Stunde Zeit, um Abend zu essen und unsere Freizeit mit den Pragern zu verbringen. 

Dienstag (Elena, 10e): 

Der Dienstag begann sehr früh. Wir wurden um 6:15 Uhr geweckt und anschließend gab es um 7:00 Uhr Frühstück im Hotel. Daraufhin haben wir uns um 7:30 mit dem Bus auf den Weg zum Klasické Gymnázium Modřany gemacht, in welchem wir 4 Unterrichtsstunden verbrachten und den Unterricht beobachten durften, um somit einen Eindruck vom Schulleben in Prag zu gewinnen. Pünktlich um 11 Uhr gab es dann warmes Mittagessen in der Schule und danach noch eine kleine Pause, bevor wir um 12 Uhr von unserem Bus zur Prager Burg gefahren wurden und diese anschließend besichtigt haben. Uns wurde in einer Führung viel darüber erzählt. Jedoch mussten wir vorher leider eine ganze Weile in der Kälte warten, aber diese Zeit verging dann doch recht schnell, weil man ja schließlich mit seinen Freunden wartet und gemeinsam reden konnte. Auf dem Gelände der Prager Burg gab es eine große und sehr imposante Kirche, welche wir auch von innen besichtigen durften und in welcher uns auch wieder viel über diese und ihre Geschichte erzählt wurde. Etwas weiter gab es dann noch die „Goldene Gasse“, in welcher sehr viele kleine Läden, Cafés oder Museen waren, die viele verschiedene Dinge angeboten haben. Kurz darauf haben wir noch ein Gruppenfoto gemacht und hatten danach noch ein wenig Zeit für uns, in welcher wir uns etwas Kleines zu essen oder ein paar Souvenirs kaufen konnten. Als wir uns alle wieder versammelt hatten und in den Bus gestiegen waren, ging es zum Curling. Dabei wurden wir in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt, welche zu unterschiedlichen Zeiten gespielt haben, damit die jeweils andere Gruppe in dieser Zeit zu Abend essen konnte. Wir haben die andere Gruppe natürlich tatkräftig von oben angefeuert und zugeschaut, wie die ein oder andere Person auch mal auf dem Eis ausrutscht. Alles in allem ist es ein sehr spannender und interessanter Sport und es hat sehr vielen von uns Spaß gemacht. Am Ende hat man auch deutliche Fortschritte bei allen gesehen. Gegen 20 Uhr sind wir dann zurück ins Hotel gefahren, wo wir dann noch gemeinsam Spiele gespielt oder uns anderweitig unterhalten haben. Nachdem dann um 22 Uhr die Nachtruhe begann, wurde es auch nach und nach leiser im Hotel und alle erholten sich von diesem Tag. Die einen mit mehr, die anderen mit weniger Schlaf. 

Mittwoch (Aljoscha, 10a): 

Der dritte Tag des Austauschs begann früher, als es mir lieb war. Um 06:30 Uhr wurden wir geweckt und bekamen die Handys zurück, die uns letzten Abend abgenommen wurden. Mein Unmut darüber, eher so semi-ausgeschlafen das Bett verlassen zu müssen, wurde jedoch schnell von der Vorfreude auf den anstehenden spannenden Tag und das all-you-can-eat-Frühstück wettgemacht. Nachdem dann alle mit tschechischem Brot, Liwanzen (eine Art tschechische Pancakes) und anderen Leckerbissen versorgt waren, ging es auch schon los zu unserem Bus. Nach einigen Minuten Fahrt kamen wir an dem Gymnasium an, an dem wir heute an vier Unterrichtsstunden teilnehmen sollten. Wir wurden freundlich von den Prager Austauschschüler:innen empfangen und dann ging es für mich in den Unterricht. Besonders interessant waren die Stunden Deutsch und Gesellschaftswissenschaften. Deutsch, da ich dort den Pragern beim Lernen helfen konnte, und Gesellschaftswissenschaften wegen der guten Unterrichtsgestaltung in Form einer spannenden Präsentation. Danach ging es zum Mittagessen in der Schulmensa und sobald alle wieder satt und gestärkt waren, fuhren wir mit unserem Bus zum nächsten Programmpunkt: dem Lasertag. Das war eins meiner absoluten Highlights des Austausches aus drei Gründen:  

1. Die ganze Bewegung war eine willkommene Abwechslung zum Schulunterricht. 

2. Es ist für mich dabei ein cooles Gemeinschaftsgefühl entstanden. 

3. Alle haben mitgemacht, selbst Herr Neuwerck und Frau Otto. 

Als wir mit dem Lasertag fertig waren, begann der letzte und zugleich größte Programmpunkt des Tages: Das freie Erkunden der Stadt gemeinsam mit den Pragern. Dafür tat ich mich erstmal mit Clemens, Dan und Lukas zu einer Gruppe zusammen. Zu viert fuhren wir dann gemeinsam mit der Straßenbahn in die Altstadt. Dort angekommen haben Clemens und ich uns die berühmte Prager Rathausuhr angesehen und anschließend eine lokale Spezialität namens Trdelník probiert. Anschließend sind wir für über eine Stunde einfach durch die Altstadt spaziert, und haben allerlei schöne und interessante Orte gesehen. Dabei haben wir uns mit den beiden Pragern unterhalten, die viele spannende Fakten und Geschichten über ihre Stadt erzählen konnten. Zum Abschluss sind wir dann noch gemeinsam Abendessen gegangen und danach sind Clemens und ich völlig erschöpft, aber glücklich, ins Hotel zurückgekehrt, in dem Wissen, dass uns auch morgen ein spannender Tag erwartete, der wahrscheinlich wieder früher beginnen würde als uns lieb war. 

Donnerstag (Mariia und Marla, 9c):  

Am Donnerstag sind wir um 7:15 Uhr aufgestanden und haben erst einmal gefrühstückt. Nach dem Frühstück kam um etwa 8:30 Uhr unser Bus, mit dem wir zum Schloss Konopiště gefahren sind. Auf der Fahrt kamen haben wir die tschechischen Schüler:innen abgeholt  und sind dann weitergefahren. Um 10:00 Uhr begann unsere Führung des Schlosses. Für uns wurde alles Wichtige auf Deutsch übersetzt. Uns wurden die einzelnen Zimmer des Schlosses Konopiště ganz genau gezeigt und erklärt. Hier lebte Franz Ferdinand I., Erzherzog von Österreich von 1887-1914. Wir fanden es sehr spannend zu sehen, wie der Hochadel zu dieser Zeit gelebt hat. Danach sind wir zum Bowling gefahren, wo wir zunächst Mittag gegessen haben. Nach dem Mittagessen sind wir zu der Bowlingbahn gelaufen, haben Gruppen mit deutschen und tschechischen Schüler:innen gebildet, unsere Bowlingschuhe angezogen und haben dann angefangen zu spielen. Insgesamt konnten wir zwei Runden bowlen. Es hat sehr viel Spaß gemacht, da wir etwas aktiv spielen konnten. Im Anschluss gab es eine Ausgabe von Medaillen für die drei Besten. Nachdem wir fertig waren, sind wir mit dem Bus zum Stadtzentrum gefahren. Dort hatten wir noch etwas Freizeit. Wir waren in einem Café und in ein paar Boutiquen. Frühestens um 20 Uhr und spätestens um 21 Uhr sollten wir wieder im Hotel Michael sein. Für den Weg haben wir uns eine halbe Stunde Zeit eingeplant und sind dann mit unterschiedlichen Busverbindungen gefahren. Im Hotel angekommen haben wir gepackt und uns für den nächsten Tag vorbereitet. Alles in allem war der Tag sehr spannend und abwechslungsreich. 

Freitag (Lena und Shana, 10a): 

Nach einer relativ erholsamen Nacht wurden wir, wie an jedem Tag, von unseren Lehrkräften geweckt und bekamen anschließend unsere Handys zurück. Bis zum Frühstück hatten wir noch etwas Zeit, sodass wir uns fertig machen und unsere Koffer packen konnten. Beim Frühstück erwartete uns ein sehr großes Buffet mit einer großen Auswahl an süßen Backwaren, verschiedenen Brotsorten, Obst und Gemüse. Außerdem gab es mehrere Arten von zubereiteten Eiern sowie herzhafte Beilagen wie Bacon oder Würstchen. Auch die Auswahl an Müsli und Joghurt war sehr vielfältig. Nach dem ausgiebigen Frühstück liefen wir mit unserem Gepäck zum Bus, der uns die ganze Woche über begleitet hatte. Gegen 9 Uhr kamen wir an unserer tschechischen Partnerschule an. Dort gingen wir in den Vortragssaal, in dem das Programm des letzten Tages stattfand. Zu Beginn verglichen die deutschen Lehrkräfte gemeinsam mit uns die Schulen und die jeweiligen Schulsysteme. Anschließend bekamen wir von den tschechischen Lehrkräften, mit denen wir auch auf Deutsch sprechen konnten, einen ausführlichen Feedbackbogen, den wir ausfüllen sollten. Darin wurden wir unter anderem gefragt, wie uns die Aktivitäten der Woche in Prag gefallen haben. Nachdem alle den Feedbackbogen ausgefüllt hatten, ging es mit einem selbst entwickelten Escape-Room weiter. Wir durften an einer Schreibmaschine schreiben und mithilfe von Feuer versteckte Schriften sichtbar machen, was uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Danach verbrachten wir noch Zeit mit den Prager Schülerinnen und Schülern. Unsere Gruppe spielte zum Beispiel verschiedene Spiele, die in Tschechien bekannt sind. Dabei entdeckten wir auch Spiele, die sowohl in Deutschland als auch in Tschechien gespielt werden. Gegen 12 Uhr gingen wir gemeinsam Mittag essen und an diesem Tag gab es Burger. Zusätzlich erhielten wir ein großes Lunchpaket für die Rückfahrt, damit wir unterwegs genug zu essen hatten. Nach der Verabschiedung von den Schülerinnen und Schülern aus Prag liefen wir zurück zum Bus und fuhren anschließend zum Bahnhof. Dort vertrieben wir uns die Zeit, bis unser Zug um 14:26 Uhr einfuhr und wir um 14:41 Uhr die Rückfahrt nach Berlin antraten. Während der Fahrt unterhielten wir uns, spielten Spiele, hörten Musik und aßen gemeinsam. Als wir gegen 18:30 Uhr in Berlin ankamen, verabschiedeten wir uns voneinander und fuhren nach einer schönen Woche schließlich alle nach Hause.